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Tipps zur Vermeidung von Einfallstellen beim Spritzguss

Die Kunststofffertigung ist ein besonderer Prozess. Eine Fabrik kann monatelang hervorragende Ergebnisse erzielen, bis ein kleiner Fehler plötzlich zahlreiche Probleme verursacht. Schon eine geringe Abweichung kann den Spritzguss beeinträchtigen. Deshalb sollten Sie alles tun, um solche Fehler zu vermeiden.
Ein häufiges Problem sind Einfallstellen beim Spritzguss. Dieser Fehler beeinträchtigt die Optik und den Wert des fertigen Produkts. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, Einfallstellen zu vermeiden.

Was sind Einfallstellen beim Spritzguss?

Einfallstellen sind Fehler auf der Oberfläche eines Kunststoffprodukts, die durch ungleichmäßiges Einspritzen und Abkühlen entstehen. Sie lassen sich vermeiden – eine gute Nachricht für Betreiber von Kunststofffertigungen.
Einfallstellen können auch auftreten, wenn äußere Einflüsse während der Abkühlung Spannungen im Kunststoff verursachen. Die Kunststoffschmelze kühlt in der Form ab und schrumpft dabei leicht, um die gewünschte Form anzunehmen. Während dieses Schrumpfens kann jede Art von Spannung eine Einfallstelle verursachen.

Weitere Ursachen für Einfallstellen beim Spritzguss

Wir haben im Laufe der Zeit viele weitere Faktoren beobachtet, die während der Fertigung Einfallstellen auf Kunststoffoberflächen verursachen. Beachten Sie, dass viele Informationen zu diesem Thema theoretischer Natur und nur unzureichend belegt sind. Häufig wird über die tatsächlichen Ursachen lediglich spekuliert.
Einige bestätigte Ursachen erläutern wir im Folgenden:

Kunststoffart

Bestimmte Kunststoffe sind anfälliger für Einfallstellen als andere. Ihre Eigenschaften unterscheiden sich im flüssigen Zustand. Beim Erstarren wirkt sich die Schrumpfung auf die Spannungsverteilung im Material aus.
Dadurch können Einfallstellen auf der Kunststoffoberfläche entstehen. Erfahrungsgemäß neigen kristalline Kunststoffe stärker dazu. Weitere Untersuchungen und Tests zeigen, dass kristalline Kunststoffe beim Erhitzen und Schmelzen ein instabiles Temperaturverhalten aufweisen. Deshalb lässt sich ihre Schrumpfungsrate nur schwer kontrollieren.

Unregelmäßige Einspritzgeschwindigkeit

Eine weitere Ursache für Einfallstellen ist ein ungleichmäßiger Einspritzprozess. Die Kunststoffschmelze muss fachgerecht in die Form eingespritzt werden. Fehler in diesem Prozess erschweren die Fertigung und führen zu unterschiedlichen Wandstärken im fertigen Produkt. Dadurch entstehen Einfallstellen. Solche komplexen Prozessprobleme bleiben mitunter unbemerkt.
Lassen Sie deshalb Fachleute arbeiten, die den Prozess verstehen und standardisierte Abläufe einhalten. Wenn Sie und Ihr Team die richtigen Richtlinien befolgen, verläuft die Kunststofffertigung gleichmäßig und liefert gute Ergebnisse.

Tipps zur Vermeidung von Einfallstellen beim Spritzguss

Mit den folgenden Tipps vermeiden Sie Fehler, die die Kunststofffertigung in Fabriken beeinträchtigen können.
Temperatur sorgfältig überwachen
Hier geht es insbesondere um die Formtemperatur. Ist sie nicht korrekt eingestellt, werden Einfallstellen auf Kunststoffoberflächen stärker sichtbar. Die Temperatur kann zu hoch oder zu niedrig sein.
Überwachen Sie die Temperatur der Kunststoffschmelze und der Form mit einem geeigneten Industriethermometer. Stimmen die Werte, erhält der Kunststoff eine gleichmäßige Oberfläche ohne Einfallstellen. Allerdings müssen auch die übrigen Einflussfaktoren in der Fertigungslinie stimmen.
Kunststoff vor Ablauf der vorgesehenen Abkühlzeit entnehmen
Bei der Kunststofffertigung sollte man nichts überstürzen. Die Kunststoffschmelze muss ausreichend abkühlen. Eine unvollständige Abkühlung begünstigt ebenfalls Einfallstellen.
Schulen Sie Ihr Team regelmäßig. Auch erfahrene Mitarbeitende sollten Fortbildungen erhalten, damit sie neue Abläufe kennen. Neue Beschäftigte lernen dabei, die Abkühlzeit richtig zu überwachen und den passenden Zeitpunkt für die Entnahme des Kunststoffteils aus der Form zu erkennen.
Düseneinstellung korrigieren
Eine falsche Düsengröße kann das herzustellende Kunststoffteil beschädigen und neben Einfallstellen weitere Fehler verursachen. Mit einer ungeeigneten Düse kann die eingespritzte Kunststoffschmelze keine ausreichende Luftführung gewährleisten.
Um die richtige Düsengröße zu bestimmen, sollten Sie und Ihr Team die Form prüfen. Sie liefert die dafür nötigen Informationen. Ermitteln Sie zunächst das Material, aus dem die Form besteht, und untersuchen Sie anschließend ihre Geometrie. Die Konstruktion hilft bei der Auswahl der passenden Düse.
Die Düsengröße lässt sich relativ einfach anpassen. Beauftragen Sie damit dennoch eine Fachkraft, damit keine weiteren Probleme neben Einfallstellen beim Spritzguss entstehen.
Ungleichmäßige Formwandstärken vermeiden
Prüfen Sie Ihre Formen vor dem Einsatz in der Kunststofffertigung. Manche Formen wurden mangelhaft hergestellt. Ungleichmäßige Wandstärken können daher während des Schrumpfens Spannungen verursachen und gelten als wichtige Ursache von Einfallstellen beim Spritzguss.
Wenn Sie Kunststoffteile fertigen, sollten Sie jedes Mal auf bestmögliche Ergebnisse achten. Achten Sie auch auf kleinste Hinweise auf Prozessprobleme und ignorieren Sie diese nicht. Suchen Sie nach Möglichkeiten, kleinere Fehler schnell zu beheben und die Fertigung zu verbessern. Weitere Informationen zum Kunststoffspritzguss erhalten Sie auf unserer Website oder per Nachricht. Gerne erstellen wir Ihnen ein kostenloses Angebot.

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