Der standardisierte Aufbau von Spritzgussformen kann die Produktqualität, die Produktionseffizienz und das Produktionsmanagement eines Unternehmens verbessern. Die Standardisierung von Spritzgussformen umfasst vor allem die Standardisierung ihrer Konstruktion, Fertigung und Verwaltung. Zusammen bilden diese drei Bereiche das Standardisierungssystem für Spritzgussformen.
(1) Standardisierung der Abmessungen von Spritzgussformen.
Beim Aufbau eines standardisierten Systems für Spritzgussformen kommen Computerprogrammierung und Internettechnologien zum Einsatz, darunter CAD-Modellierung und CAM-gestützte CNC-Programmierung. Damit lassen sich Spritzgussformen unterschiedlicher Typen und Ausführungen konstruieren, verschiedene Formaufbauten erstellen, Abmessungen standardisieren und die zugehörigen Konstruktionsdaten in einer Datenbank speichern.
(2) Standardisierte Konstruktion der Formgebung und des Zubehörs von Spritzgussformen.
Bei den in der Datenbank gespeicherten Spritzgussformen sind zwei Bereiche zu berücksichtigen: die Formstruktur und der Fertigungsprozess. Bei der Herstellung konkreter Kunststoffprodukte werden die gespeicherten Formdaten entsprechend den jeweiligen Produktions- und Konstruktionsanforderungen ausgewählt. Nicht geeignete Strukturen werden angepasst. Anschließend fertigen verschiedene Zulieferbetriebe die Normteile. An entscheidenden Stellen passen die Konstrukteure die Formparameter an, damit mehrere Spritzgussformen zuverlässig konstruiert und hergestellt werden können.
(3) Suche nach Bauteilen für Spritzgussformen.
Zur standardisierten Fertigung von Spritzgussformen gehören auch passende Datenbankabfragen, etwa zur Suche nach Fertigungsprozessen und Werkzeugteilen.
Typische Teile mit festen Parametern lassen sich über ihre Teilenummer suchen und verwenden. Bei Teilen und Fertigungsprozessen, deren Ablauf wesentlich geändert wurde, muss dagegen ein Parameter eines bestimmten Fertigungsschritts angepasst werden, bevor die Daten abgerufen werden können.







