1. Bewertung und Angebot für Spritzgussteile: Die Bewertung und Angebotserstellung umfasst eine Gesamtkalkulation der Fertigungskosten. Erst wenn alle Fertigungsschritte berücksichtigt sind, kann ein Unternehmen seine Einnahmen und Gewinne realistisch einschätzen. Viele Unternehmen richten ihr Kalkulationssystem nach dem Schwierigkeitsgrad der Formenfertigung aus und erstellen darauf basierend ein angemessenes Angebot für die Herstellung eines Kunststoffteils oder Kunststoffprodukts.
2. Produktmodell der Spritzgussform erstellen: Die dreidimensionale Struktur einer Spritzgussform wird heute üblicherweise mit Software wie CAD, CAM oder CAE modelliert; alternativ kommen online verfügbare Konverter für das SVL-Format zum Einsatz. Bei der CNC-Bearbeitung von Spritzgussformen wird das erstellte 3D-Formenmodell am Computer programmiert. Dazu gehören unter anderem Modulprüfung und -steuerung, Teilecodierung und Datenbankverwaltung. Unternehmen sollten Modelle und Konstruktionen verschiedener Spritzgussformen anhand vollständiger Parameterdaten codieren. Der Austausch von Daten zwischen den Modulen verbessert die Konstruktionsqualität und Fertigungseffizienz.
3. Automatisierte Bearbeitung und Fertigung der Formteile: Dazu gehören vor allem Kern, Formgrundkörper und Zubehör. Der Formkern umfasst bewegliche und feste Formhälften, Einsätze, Schieber und Schrägauswerfer. Zum Formzubehör zählen unter anderem Anschnittspitzen, Flachauswerfer, Positionierstifte, Führungsbuchsen für Kunststoffformen, gerade Buchsen und quadratische Hilfselemente. Für die automatisierte Bearbeitung und Fertigung von Spritzgussformen werden heute vor allem die 3D-Software Pro/ENGINEER, die Formenbau-Software UG oder sekundär entwickelte Plug-ins eingesetzt, um sämtliche Formstrukturen und Einzelteile automatisch zu fertigen.







